Persönlichkeit
Ich bin ziemlich gut darin, mit fremden Menschen ins Gespräch zu kommen – das hilft enorm, wenn man den ganzen Tag mit einer Hochzeitsgesellschaft unterwegs ist, die sich zum großen Teil noch gar nicht kennt. Meistens dauert es nicht lange, bis ich kein Fremder mehr bin, sondern einfach jemand, der mit der Kamera dabei ist. Genau da will ich hin: Ich möchte nicht auffallen, sondern dazugehören. Wenn ihr mich zwischendurch vergesst, mache ich meinen Job richtig.
Gleichzeitig bin ich hellwach. Während ihr feiert, achte ich auf das Licht, auf Blicke, auf die kleinen Szenen, die sonst niemand bemerkt – die Umarmung zwischen zwei Trauzeugen, den Moment, bevor die Musik anfängt, die Hand, die kurz gedrückt wird. Ich bin nah dran, wenn es intim wird, und trete zurück, wenn ich das große Ganze einfangen will.
Mein Stil
Ich fotografiere dokumentarisch – das heißt, ich stelle möglichst wenig. Klar gibt es die klassischen Gruppenfotos, die am Ende doch alle wollen, aber der Großteil des Tages läuft einfach: Ich bin da, ihr feiert, und dazwischen entstehen die Bilder, die später wirklich etwas bedeuten.